Neu: Markus Mittmansgruber ° Verwüstung der Zellen

Der Vater leidet unter einer degenerativen Krankheit und zieht sich von seiner Familie zurück, ja er verbittet sich sogar jeden weiteren Besuch. Die Mutter akzeptiert das scheinbar widerstandslos. Der Sohn aber leidet unter diesem Entschluss, wird von Phantomgeräuschen und Angstgefühlen geplagt, vermutet sogar ein düsteres Familiengeheimnis …
Eine existenzielle Verfallsgeschichte ist immer auch eine körperliche Verfallsgeschichte. Markus Mittmansgruber erzählt in seinem Debütroman Verwüstung der Zellen nicht nur den Niedergang einer Familie, sondern zeigt auch Brüche und Verödungen in unserer heutigen Gesellschaft auf …

Im Weitergehen tastete er seinen Hinterkopf genauer ab. Er spürte, dass ihm der Mann nachschaute. Er spürte, dass da wirklich zwei kleine Beulen waren, auf gleicher Höhe, wie zwei mit Gelee gefüllte Knospen oder zwei heftige Mosquitostiche, nur viel umfangreicher. Ein zusätzliches Augenpaar, kleine Augäpfelchen, noch kätzchenjung, noch liderversiegelt.

> Markus Mittmansgruber „Verwüstung der Zellen“

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