NEU: Nicolas Mahler ° in der isolierzelle

Dass nichts je wirklich tot ist, beweist Nicolas Mahler mit in der isolierzelle. Nein, es handelt sich dabei nicht schon wieder um eine Zombie- oder Vampirgeschichte. Nicht nur übernatürliche Wesen haben das Recht auf den Fortbestand. Die verstaubten Leiber vergessener Hobby- und Technikmagazine längst vergangener Tage nimmt Mahler her, legt sie auf den Seziertisch und extrahiert fein säuberlich die einzelnen Organe, Glieder und Hautfetzen und macht daraus etwas Neues. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: aus vermeintlich toter Materie wird Dunkle Materie + Strahlung.

Zwischen Atomkraft und Weltraumfahrt

in der isolierzelle erzählt  von Weltraumfahrten und Atomkatastrophen, von der Invasion der Erde und der Gefahr eines Weltuntergangs. Nicolas Mahler geht der Frage nach, wie sich Menschen fühlen, die in unmittelbarer Nachbarschaft eines Atomkraftwerkes wohnen, wie es sich in einer aufblasbaren Raumstation lebt, wie es bei einer Marsmannbarkeitszeremonie zugeht oder wie Astronauten anstatt an Gott zu glauben lieber Würmer essen. Dabei geht es niemals bedrohlich zu, wenn immer auch ein Gefühl von Isolation und Einsamkeit mitschwingt.
Die knappen Gedichte, die frech, herzerwärmend und skurril sind, paart Mahler mit Zeichnungen, die genau das alles ausstrahlen und am Schluss weiß man nicht, was einen mehr erheitert hat.

Fotos: Andreas Scheriau

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