Foto: Maximilian Schönherr, GFDL

Print-Digital-Bundles

Jeder meint anders und irgendwie will man sich noch nicht festlegen: Wie viel weniger soll ein Ebook kosten als die Print-Ausgabe. Und wie tun wir, wenn jemand beides auf einmal haben will. Kann ich es mir denn leisten, meine Sachen zu verschenken? Nein, können wir nicht, aber sehen wir es so: Für die meisten Leser von Romanen oder Sachbüchern handelt es sich schlicht um zwei verschiedene Darreichungsformen ein und desselben Produkts, nämlich haargenau desselben „Buches“. Wie viel mehr bin ich bereit für ein Papierbuch zu zahlen, um praktischerweise auch die Datei (ob nun Epub oder PDF) dazuzubekommen?

Wir finden, es sollte dort, wo es technisch möglich ist, gar nicht mehr kosten, und wir sollten als Verlage nicht so tun, als könnten wir eine unveränderte digitale Ausgabe auf Dauer als eine wesentliche verlegerische Leistung verkaufen. Es sieht sonst irgendwann so aus, als würden wir das wirklich denken.

Beim Kauf einer Print-Ausgabe über unseren Webshop gibt es die allfällig vorliegende Ebook-Version ohne Aufpreis dazu. Sie können unsere Bücher natürlich auch bei der Buchhändlerin Ihres Vertrauens kaufen. Wenn Sie uns den Kaufbeleg schicken/mailen, senden wir Ihnen Ihre Ebook-Ausgabe per E-Mail zu. Das Angebot gilt bis auf Widerruf.

Download-Codes in offen herumliegenden Papier-Büchern, die in 100 Jahren womöglich auch noch wo herumliegen, so etwas erscheint uns dagegen ein wenig albern. Dann sich lieber gleich nach der „Inhalte kosten nichts“-Philosophie von allen Reglementierungsversuchen verabschieden. Aber so weit sind wir im Moment noch nicht.

Im nächsten Jahr denken wir auch über die totale Freizügigkeit nach. Jetzt erst einmal frohe Weihnachten. Und schenken Sie Inhalte, solang sie noch was kosten!

Kommentar verfassen