Foto: Clara Podlesnigg

Philipp Röding auf der Frankfurter Buchmesse

Auf der heurigen Frankfurter Buchmesse las Philipp Röding aus seinem Buch Die Stille am Ende des Flurs.
Zur Lesung auf Radio Fro: http://cba.fro.at/246124

Wohin sind die Eltern des Jungen verschwunden, und was ist zwischen ihm und der jungen Frau, die auf der Couch der elterlichen Wohnung schläft? Was geschieht mit dem Mädchen, das sich im Kino vor der leeren Leinwand einen Film über die letzten 20 Minuten seines Daseins vorstellt? Wen vermutet der Hotelgast hinter der Tür des anderen Zimmers, an die er klopft?

In Die Stille am Ende des Flurs agiert Philipp Röding wie der Regisseur eines Episodenfilms, ein Kameramann, der eine Reihe von Einstellungen liefert, die über Motive und indirekte Verweise miteinander kommunizieren. Dabei kommentiert Röding nie, formuliert keine Erkenntnisse: Er schreibt entlang der äußeren Erscheinung, entwirft Szenen aus dem Leben von Großstadtunbekannten, die allesamt Kinder der Nouvelle Vague sein könnten, ist manchmal ganz nah an seinen Figuren dran, mal zeigt er sie verwackelt und unscharf; und wenn man einen Moment nicht hinsieht, sind sie verschwunden. Aber was geschieht, wenn eine Figur aus der Anordnung bricht? Wenn sie sich mitten im Lauf umdreht, durch die Kamera den Betrachter ansieht und es kurz darauf dunkel wird?

“Philipp Rodings Erzählungen sind kleine Schwarzweiß-Filme, eröffnen ihren ganz eigenen Raum, in dem Mann und Frau müde von der Liebe, die Verfehlung heißt, in sich selbst eingeschlossen verharren. Kaum je hat ein so junger Autor mit so unbestechlichem Blick seine ganz eigene, bislang unbewohnte Welt geschaffen.” (Wolfgang Hermann)

Philipp Röding: Die Stille am Ende des Flurs
Erzählungen, 96 Seiten
Hardcover, Ebook (epub)
ISBN (Print) 978-3-902844-26-2
€ 16,40 (D), € 16,90 (A), CHF 22,50
ISBN (Ebook) 978-3-902844-64-4
€ 9,99 (Ebook)
Erscheinungstermin: 2013-09

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