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Alfare Stephan, Das Schafferhaus

Eine schöne heile Kindheit finden wir bei Alfare nicht. Vielmehr zeigt er uns welche Schwierigkeiten auf junge Heranwachsende warten.

Kindheit und Erwachsenwerden, einmal ohne Sentimentalität über die verlorene Jugend betrachtet, entpuppen sich oft nicht als die erwartete Zeit von Unbeschwertheit und Glückseligkeit denn als eine Etappe, die erfüllt ist von fehlender Orientierung, Fremdbestimmtheit, Unfähigkeit zur Kommunikation und damit verbunden von Grausam-, Lieblosig- und erdrückender Einsamkeit. In Das Schafferhaus wird die Geschichte der Kindheit und Jugend des Paul Eva Schaffer durchreist. Der Junge wächst im vorarlbergischen Rheintal, im Dreiländereck von Schweiz, Deutschland und Österreich unter den Repressalien von Großfamilie, Dorfverband und Kirche auf. Mit kühlem, detailfixiertem Blick und ohne jeden Zynismus registriert Stephan Alfare die Besäufnisse, die Prügeleien und die Verzweiflung seines Protagonisten, sein trauriges Liebeswerben und den ausweglosen Sex. Wie alle großen Erzähler urteilt er nie über seine Figuren, die konsequente Meinungslosigkeit des Erzählers erzeugt mit lapidaren Sätzen einen genauen, rücksichtslos peniblen und unkalkulierten Realismus, der seine tiefe Beklemmung aus der archaischen Kargheit und Ungekünsteltheit der Sprache bezieht und der Weigerung, dem Leben etwas hinzuzufügen.

Stephan Alfare ist mit Das Schafferhaus nicht nur eine überzeugende Abrechnung über die finsteren Zustände im Land, sondern auch eine berührende Geschichte über die Entwicklung eines adoleszenten Körpers, die Erweckung seiner Geheimnisse und Lüste im Korsett der Bigotterie gelungen.

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"Ein Roman in der Tradition der großen österreichischen Autobiografisten von Felder bis Wolfgruber." (Peter Rosei, Schriftsteller)

"Hier ist der Weg das Ziel. Und der Weg lohnt sich!" (Federwelt)

"Alfare erzählt von den Streichen und Abenteuern eines jugendlichen Versagers, aber nicht als Farce, sondern als Tragödie. Dabei versagt er sich jedes Pathos." (Der Standard)

"Das Schafferhaus hat keine Vorhänge, man schaut ins Leben hinein, wie es einmal war und gewesen ist [...]. Aber, wie's halt so ist - ein bisschen trauen muss man sich schon, aber es lohnt sich." (Kirchenblatt Vorarlberg)

"Kaum einer kann die Verlierer, die Gestrandeten unserer Gesellschaft derart respektvoll, lakonisch und unpathetisch darstellen, wie das Stephan Alfare immer wieder gelingt." (Neue Vorarlberger Tageszeitung)

"In seinem bis dato besten Roman spielt der Autor [...] meisterhaft mit Stimmungen und Atmosphären - mal ist er vulgär, dann poetisch, mal abgebrüht und im nächsten Moment wieder ungemein zart." (Kultur)

"Das Schafferhaus ist Erwachsenen nicht zuletzt deshalb zu empfehlen, weil sie besser verstehen lernen, warum sie ihre eigenen Kinder nicht verstehen können." (Das Kleine Blatt)


geb., 19.5*11.6 cm, ca. 332 Seiten
ISBN-13: 978-3-902373-35-9
€ [D] 23.90, € [A] 23.90, sfr 41.00


Preis: 23,90 EUR  Stückzahl: